
Dr. Jacqueline Franke
Fachärztin für Dermatologie und Allergologe,
Sonneberg
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Interview mit Frau Dr. Jacqueline Franke
GFH
Frau Dr. Franke, kommt es vor, dass Sie Patienten mit Haarproblemen den Einsatz von Zweithaar empfehlen?
Dr. Jacqueline Franke
Der Einsatz von Zweithaar kann sowohl bei vorübergehenden als auch bei dauerhaften Haarproblemen eine sinnvolle Maßnahme sein. Es gibt in der Fachsprache die Begriffe der "psychosozialen Kompetenz" und des "Partnerwertes". Diese können bei Menschen, die von Haarschwund betroffen sind, oft deutlich beeinträchtigt sein. Das Selbstbewußtsein sinkt, man fühlt sich älter und seiner Attraktivität herabgesetzt, meidet soziale Kontakte und vieles mehr.
Zweithaar kann gut dazu beitragen, eine solche geminderte Lebensqualität zu verbessern und den Partnerwert anzuheben. Wenn ich bei meinen Patienten deutliche Beeinträchtigungen der psychosozialen Kompetenz feststelle und wenn auch medizinisch-medikamentöse Behandlungen keinen zufriedenstellenden Erfolg bringen, rate ich durchaus zu einer Lösung mit Zweithaarsystemen.
GFH
Wie beurteilen Sie Zweithaarsysteme und die dazugehörigen Befestigungssysteme vom medizinischen Standpunkt aus?
Dr. Jacqueline Franke
Ich persönlich hatte in meiner Praxis noch keinen Fall, bei dem das Tragen von Zweithaar ein gesundheitliches Problem verursacht hat. Wer auch Nummer sicher gehen will oder zu Allergien neigt, kann im Vorfeld vom Facharzt einen speziellen Hauttest durchführen lassen. Ebenso ist es möglich, das Zweithaar der Wahl und das entsprechende Befestigungssystem allergologisch prüfen zu lassen. Im Fall der Fälle kann dann auf ein Modell aus anderem Material umgestiegen werden.
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